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- 02/2026
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Ich möchte den Hinterbliebenen des Terroranschlags beim Berliner CSD gestern mein Beileid ausdrücken und ihnen viel Kraft wünschen.
Den Verletzten gute Besserung und den Angehörigen viel Kraft, während sie oft hilflos zuschauen müssen.
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Ich gebe Bluesky noch eine Chance und habe mir dort wieder einen Account eingerichtet:
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Eine häufige Frage unter Christ*innen, die sich für ihr geistliches Leben an der Bibel orientieren wollen, ist, ob Paulus in seinem ersten Brief an die Korinther fordert, dass Frauen im Gottesdienst eine Kopfbedeckung tragen sollen1 – und wenn ja, ob das auch für uns heute gilt.
Die traditionelle Antwort lautet „ja und ja“. Und wenn man den Text in einer gewöhnlichen deutschen Bibelübersetzung liest, dann scheint das auch die richtige Antwort zu sein. Allerdings scheinen die üblichen Übersetzungen der Annahme zu folgen, dass Paulus die Kopfbedeckung fordert. Es bleibt die Frage, ob die Übersetzungen hier gleich eine Auslegung mitliefern.
Ich möchte darum 1. Korinther 11,2–16 „Mann und Frau im Gottesdienst: Die Frage der Kopfbedeckung“2 etwas eingehender betrachten. Es ist der einzige Abschnitt im Neuen Testament, der den Schleier der Frau ausdrücklich erwähnt.
1. Korinther 11,2–16 gehört, wenn man etwas tiefer gräbt, zu den am schwersten verständlichen Texten des Paulus, der weit mehr Fragen aufwirft, als dass er Antworten gibt.
Weiterlesen: Die Kopfbedeckung im Gottesdienst (1. Korinther 11,2-16)
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Als ich begann, den Schleier zu tragen, hatte ich dafür vor allem einen Grund: Gelebte Solidarität mit muslimischen Frauen, die wegen ihres Schleiers Diskriminierung und Anfeindungen erleben.
Inzwischen sind einige Jahre vergangen, und obwohl das immer noch ein wichtiger Grund für mich ist, so hat sich doch etwas verändert. Mittlerweile fühle ich mich mit meinem Schleier „gut behütet“.
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In letzter Zeit nehme ich eine deutliche Zunahme an Anfeindungen wahr. Bisher ist es „nur“ durch Mimik, Gestik oder verbale Äußerungen, aber ich fürchte, es wird sich auch bald in tätlicher Gewalt äußern.
Ich schiebe es darauf, dass die Menschen ängstlicher werden, was die Zukunft betrifft. Dank der schlechtesten Bundesregierung, die uns bisher regiert hat, sind die Menschen aggressiver und lauter. Rassismus nimmt zu.
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Als weiße, christliche Frau bin ich stets nur indirektes Opfer von Rassismus, weil ich Rassismus nicht aufgrund meiner Herkunft, meines Namens oder Hautfarbe erfahre, sondern aufgrund meiner Kleidung, wegen derer als Muslima und als „nicht von hier“ gesehen werde. Ich werde falsch zugeordnet (wobei viele Muslimas tatsächlich Deutsche, sprich: „wirklich von hier“, sind).
Ich bin sehr privilegiert, das ist mir klar. Würde ich den Schleier ablegen, wäre ich nur noch eine blonde Deutsche mit deutschem Namen (nur um dann aus anderem Grund angegriffen zu werden: weil nicht „richtig weiblich“ nach den gängigen Geschlechterklischees).
Ich maße mir nicht an zu behaupten, dass ich persönlich Rassismus in demselben Maße erlebe wie Frauen, die aufgrund ihrer Herkunft, ihres Namens, ihrer Hautfarbe oder was sonst rassifiziert und darum diskriminiert werden.
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Viele Menschen in diesem Land betrachten den Schleier – zumindest in der Form, wie ihn muslimische Frauen tragen – als etwas Negatives. Frauen, die sich verschleiern, sind angeblich entweder Opfer oder Extremistinnen.
Man begegnet uns mit Vorurteilen, mit Ablehnung, mit Ausgrenzung, man möchte, dass wir unsichtbar werden, indem wir den Schleier ablegen. Wir sollen uns „integrieren“, also tatsächlich assimilieren, weil der Schleier angeblich nicht zu Deutschland passe, nicht mit der „Leitkultur“ vereinbar sei.
Ob ich denn nicht stolz darauf sei, eine Deutsche zu sein? Wo bleibt mein Nationalstolz?
Meine Reaktion darauf ist فخور (fakhur), ein selbstbewusster, selbstachtender und somit stolzer Umgang mit meinem Schleier (فخور بالنيكاب, fakhur bialniykab).
Denn der Schleier ist die Fahne, die ich mit fakhur trage, mit Stolz.
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Ich war heute nur relativ kurz unterwegs, wie immer ganz in Schwarz mit Dschilbab, Nikab und Handschuhen. Zuerst zur Apotheke, danach zur Buchhandlung, zum Discounter und schließlich wieder nach Hause. Und während dieser kurzen Zeit wurde ich deutlich häufiger rassistisch beleidigt als sonst. Da der Vollmond schon fünf Tage zurückliegt, kann es daran nicht liegen.
Eine der Personen fragte laut, ob ich womöglich eine Terroristin sei. Ich vermute, dass es hier einen Zusammenhang mit der mutmaßlichen Amokfahrt gestern in Leipzig gibt, bei der zwei Menschen ums Leben kamen und mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. Der mutmaßliche Amokfahrer mit einem SUV ist ein 33-jähriger Leipziger mit deutscher Staatsangehörigkeit – wobei natürlich längst in bestimmten Kreisen behauptet wird, er sei ein (was für eine widerliche Bezeichnung) „Passdeutscher“, was stets als Synonym für „Muslim“ verwendet wird. Hinweise auf eine politisch motivierte Tat liegen derzeit nicht vor, dafür aber auf einen psychischen Ausnahmezustand.
Aber für manche Menschen ist die gestrige schreckliche Amokfahrt dennoch ein Auslöser für antimuslimischen Rassismus. „Man weiß ja nie, ob Mann oder Frau. Oder was die unter ihrem Schleier verstecken!“
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Leitkultur, das ist: mit dem Strom schwimmen.
Sich von der weißen, männlichen, lauten, nach verbranntem Öl stinkenden, oft alkoholisierten, misogynen, rechten Rattenfängern nachlaufenden Masse unreflektiert, stumpfsinnig leiten, treiben lassen, keinen eigenen Willen haben, keine eigene Persönlichkeit aufweisen, anderen die Leitung überlassen, den aggressiven, toxischen, rassistischen Kulturkämpfern folgen.
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. Sie denken nicht selbst.
Ich schwimme lieber gegen den Strom. Ich bin lebendig. Ich denke selbst, treffe meine eigenen Entscheidungen.
Was mich leitet, ist Liebe, Liebe zu Gott und Liebe zu meinen Nächsten.
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In der britischen Zeitung The Guardian wurde 2016 folgender Leserbrief von Mr. Henry Stewart veröffentlicht, der bis heute nichts an seiner Bedeutung eingebüßt hat:
Keine Frau in einer Burka (oder einem Hijab oder einem Burkini) hat mir je etwas angetan.
Weiterlesen: „Keine Frau in einer Burka hat mir je etwas angetan“