Ich freue mich über Deinen Besuch hier in meinem kleinen Café.
Ich bin Lulua (das bedeutet: Perle) oder auf Deutsch Greta. Ich bin Christin und verschleiere mich aus religiösen Gründen.
Über meine Erfahrungen als verschleierte Frau in Deutschland berichte ich auf dieser Seite. Außerdem findest Du hier Informationen rund um dieses Thema.
Neben meinem Blog (samt Kommentarfunktion) und einer Art Lexikon sowie einer FAQ-Sammlung gibt es hier auch ein Diskussionsforum. Ich freue mich über Gäste meines Cafés, die dort mit mir und anderen reden möchten.
Das typische „feministische“ Argument für Verbote von Kopftuch, „Burka“ oder Burkini ist, dass es für die Freiheit der Mädchen und Frauen unbedingt nötig wäre. Denn keine Frau bedecke sich freiwillig (es sei denn, sie ist eine „radikalisierte Islamistin“), es stehe stets familiärer oder sozialer Druck oder sogar Zwang dahinter.
Aber es geht niemals um die Freiheit der Mädchen und Frauen, es geht um Fremdbestimmung, um Entmündigung. Es geht um die patriarchale Kontrolle über den Körper der Frau.
Es ist derselbe Grund wie bei den Taliban und im Iran, nur scheinbar gegensätzlich. Beide Seiten, so unterschiedlich sie auch sein mögen, wollen den Körper der Frauen für das Patriarchat kontrollieren. Sie wollen bestimmen, wie viel Haut die Frau herzeigen darf. Die Frau darf es nicht selbst bestimmen; ihr Körper gehört nicht ihr selbst, sondern sie hat sich zu fügen.
Hauptsächlich unterscheiden sie sich in einem Detail: Der antimuslimische Rassismus betrachtet Muslime aufgrund ihrer Religion und Kultur als im Vergleich zu insbesondere Atheisten und Christen minderwertig und diesen unterlegen. Der Antiislamismus hingegen betrachtet den Islam als eine derzeit dem Westen (dem sog. Abendland4) überlegene Ideologie.
Natürlich sind diese beiden Ideologien nicht immer sauber voneinander zu unterscheiden. Sie überschneiden sich und es gibt Allianzen.
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Heute vor vier Jahren starb die kurdische Iranerin Jina Mahsa Amini (22) in einem Gefängnis in Teheran.
Ihr „Vergehen“: ein angeblicher Verstoß gegen das „Hidschab-Gesetz“ des Mullah-Regimes. Dafür wurde sie drei Tage vorher von der berüchtigten „Sittenpolizei“ (Gascht-e Erschad) festgenommen und so schwer misshandelt, dass sie schließlich ihren Verletzungen erlag. Nach Zeugenaussagen ging die Polizei mit extremer Brutalität gegen Jina und andere Gefangene vor. Medizinische Hilfe erhielt sie viel zu spät.
Keine Frau sollte dafür bestraft oder auch nur von den Behörden ergriffen werden, dass sie ihr Kopftuch nicht richtig (oder gar nicht) trägt. Und schon gar nicht sollte eine Frau deswegen so schwer misshandelt werden, dass sie stirbt.
Wie können Menschen glauben, dass so etwas Gott gefällt? Dass Gott die Festnahme und die brutale Misshandlung einer Frau will, nur weil ihr Hidschab verrutscht war, sodass wohl einige Haare zu sehen waren? Wie können Menschen glauben, dass Gott will, dass wir Menschen zu religiösen Handlungen zwingen?
Ein „religiöses“ Regime, das so agiert, verletzt nicht nur die Menschenrechte, sondern auch die Religion, den Glauben an Gott. Es treibt die Menschen weg vom Glauben an Gott.
Im Iran ist diese Brutalität des Regimes bis heute Alltag. Immer wieder trifft es Frauen, immer aus nichtigem Anlass. Es ist eine Schreckensherrschaft, durch die unzählige Frauen verletzt oder getötet werden.
Als Frau, die sich aus religiösen Gründen verschleiert – weitaus mehr, als dies im Iran vorgeschrieben ist – lehne ich dieses Vorgehen entschieden ab. Jede Frau muss selbstbestimmt entscheiden können, ob sie sich bedeckt oder nicht. Kein Mensch darf sie dazu zwingen, sich zu bedecken oder zu enthüllen.
Ich glaube, dass der Schleier nur dann vor Gott als verdienstvoll gilt, wenn er freiwillig getragen wird, aus Liebe zu Gott. Es gibt keinen Zwang in der Religion.
Heute vor 25 Jahren entführten Terroristen in den USA mehrere Flugzeuge, eines wurde vor dem Ziel von Passagieren zum Absturz gebracht, zwei rasten ins World Trade Center in New York und eines ins Pentagon in DC. Schnell gab es Hinweise, dass die Attentäter zu Al-Kaida gehörten, gegründet und angeführt von Osama bin Laden, einem aus Saudi-Arabien stammenden Terroristen, der sich zu dem Zeitpunkt im von den Taliban kontrollierten Afghanistan versteckt hielt.
Und danach dauerte nicht lange, da zog ein neuer Begriff in die Medien ein: „Burka“. Berichte aus Afghanistan wurden mit Bildern von Frauen im Tschaderi garniert, der im Englischen als „Burqa“, im Deutschen dann als „Burka“ bezeichnet wurde.