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Ich war heute nur relativ kurz unterwegs, wie immer ganz in Schwarz mit Dschilbab, Nikab und Handschuhen. Zuerst zur Apotheke, danach zur Buchhandlung, zum Discounter und schließlich wieder nach Hause. Und während dieser kurzen Zeit wurde ich deutlich häufiger rassistisch beleidigt als sonst. Da der Vollmond schon fünf Tage zurückliegt, kann es daran nicht liegen.
Eine der Personen fragte laut, ob ich womöglich eine Terroristin sei. Ich vermute, dass es hier einen Zusammenhang mit der mutmaßlichen Amokfahrt gestern in Leipzig gibt, bei der zwei Menschen ums Leben kamen und mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. Der mutmaßliche Amokfahrer mit einem SUV ist ein 33-jähriger Leipziger mit deutscher Staatsangehörigkeit – wobei natürlich längst in bestimmten Kreisen behauptet wird, er sei ein (was für eine widerliche Bezeichnung) „Passdeutscher“, was stets als Synonym für „Muslim“ verwendet wird. Hinweise auf eine politisch motivierte Tat liegen derzeit nicht vor, dafür aber auf einen psychischen Ausnahmezustand.
Aber für manche Menschen ist die gestrige schreckliche Amokfahrt dennoch ein Auslöser für antimuslimischen Rassismus. „Man weiß ja nie, ob Mann oder Frau. Oder was die unter ihrem Schleier verstecken!“
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Leitkultur, das ist: mit dem Strom schwimmen.
Sich von der weißen, männlichen, lauten, nach verbranntem Öl stinkenden, oft alkoholisierten, misogynen, rechten Rattenfängern nachlaufenden Masse unreflektiert, stumpfsinnig leiten, treiben lassen, keinen eigenen Willen haben, keine eigene Persönlichkeit aufweisen, anderen die Leitung überlassen, den aggressiven, toxischen, rassistischen Kulturkämpfern folgen.
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. Sie denken nicht selbst.
Ich schwimme lieber gegen den Strom. Ich bin lebendig. Ich denke selbst, treffe meine eigenen Entscheidungen.
Was mich leitet, ist Liebe, Liebe zu Gott und Liebe zu meinen Nächsten.
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In der britischen Zeitung The Guardian wurde 2016 folgender Leserbrief von Mr. Henry Stewart veröffentlicht, der bis heute nichts an seiner Bedeutung eingebüßt hat:
Keine Frau in einer Burka (oder einem Hijab oder einem Burkini) hat mir je etwas angetan.
Weiterlesen: „Keine Frau in einer Burka hat mir je etwas angetan“
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„Sie machen mir Angst“ ist ein Satz, den ich aufgrund meiner Verschleierung regelmäßig höre. Die Frage ist: warum eigentlich?
Meines Wissens musste bisher kein Mensch in diesem Land irgendeine Straf- oder Gewalttat erleben, die von einer verschleierten Frau, wie ich eine bin, begangen wurde.
Wir sind auch nicht diejenigen, die Euer Leben teurer machen, dafür sorgen, dass Eure Renten unsicher sind, dass es kaum noch Wohnungen zu erschwinglichen Preisen zu mieten gibt, dass das Gesundheitssystem kurz vor dem Kollaps steht, dass immer mehr Menschen arbeitslos werden oder was sonst. Ich habe noch nie von einem Verbrechen gelesen, das hierzulande von einer komplett verschleierten Frau begangen worden ist.
Warum also diese Angst vor uns? Die Fakten sprechen gegen diese Angst und zeigen, dass sie irrational ist.
Wie ist es aber andersherum? Muss ich als verschleierte Frau Angst vor Euch haben?
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Entgegen der üblichen Wahrnehmung im Westen ist der Schleier kein islamisches Symbol, sondern ein religiöses Element, das die drei abrahamitischen Religionen – das Judentum, das Christentum und den Islam – seit jeher verbindet.