„Wie duschen Nikab-Trägerinnen eigentlich?“ und „Schlafen Nikab-Trägerinnen mit Nikab?“ sind Fragen, die tatsächlich gestellt werden (manchmal geht es auch um den Hidschab, das Kopftuch). Eine Politikerin der Union war sogar für ein Verbot des Nikabs, weil ansonsten die Kinder nie das Gesicht ihrer Mütter sehen würden, was aber für die Kindesentwicklung sehr wichtig wäre. Wie sie dieses Verbot sogar innerhalb der eigenen vier Wände durchsetzen wollte, wird wohl ihr Geheimnis bleiben.
Also, wie ist das nun mit den Kindern, dem Duschen und dem Schlafen?
Nikab-Trägerinnen tragen ihren Nikab nicht ununterbrochen. Muslimische Nikab-Trägerinnen tragen ihn nur in der Gegenwart von Nicht-Mahram-Männern, also fremden Männern (wobei es auch Frauen gibt, die ihn ohnehin nicht regelmäßig tragen, sondern beispielsweise an Feiertagen oder aus besonderen Anlässen).
Ihre Kinder sehen sie also meist ohne Nikab, sie schlafen ohne Nikab und sie duschen ohne Nikab.
Das gilt so auch für den Hidschab, also das Kopftuch. Muslimische Frauen tragen den Hidschab in der Regel nur in Gegenwart von Nicht-Mahram-Männern. Sind nur Frauen oder Mahram-Männer anwesend, können sie den Hidschab ablegen (siehe 'Aura).