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- 02/2026
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Am heutigen 1. Februar ist der World Hijab Day, ein Tag, um auf die Vorurteile und Stigmatisierungen aufmerksam zu machen, denen Frauen mit Hidschab ausgesetzt sind, auf Diskriminierung, etwa auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt, und auf Gewalt durch anti-muslimischen Rassismus, der besonders oft Frauen mit Hidschab trifft.
Am World Hijab Day sind Frauen eingeladen, für einen Tag selbst Hidschab zu tragen. Damit sollen Verständnis und Toleranz gefördert werden.
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Heute ist Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen.
Gewalt an Frauen findet quer durch alle gesellschaftlichen Schichten und Gruppen statt. Es gibt keine Unterschiede im Hinblick auf Religion oder Herkunft.
Meist sind Männer die Täter – in der Regel nicht fremde Männer, sondern Männer aus dem sozialen Umfeld, dem Nahbereich. Oft genug der Ehemann, der Vater, ein Bruder, Onkel oder ein anderer Verwandter, ein Nachbar, der Arbeitgeber, eine Person aus der religiösen Gemeinschaft. Sehr häufig Männer, denen eine solche Tat gar nicht zugetraut wird. Ein scheinbar ehrenwerter Mann, geachtet und respektiert.
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Es gilt zu unterscheiden zwischen einem Islamischen Feminismus1 – um den es im Text in erster Linie gehen soll – und einem Feminismus muslimischer Frauen.
Beginnen wir aber erst einmal mit einem Blick auf den westlichen Feminismus.
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Mehr als einmal wurde mir bereits vorgeworfen, durch das Tragen der sog. Vollverschleierung würde ich die Argumente der AfD befeuern, Stichwort „Umvolkung“ usw., und damit für mehr Zulauf bei der AfD sorgen.
Nun, ich bezweifle das. Und ich habe gute Gründe, als Nikabi sichtbar zu sein, mich nicht zu verstecken.
Weiterlesen: Bringen sichtbare Nikabis der AfD einen Stimmenzuwachs?
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Dass eine Frau einen Hidschab, einen Dschilbab, einen Nikab oder einen Burkini trägt, sagt nichts darüber aus, ob sie integriert ist oder nicht.
So wenig wie ein Minirock, High Heels oder ein knapper Bikini aussagen, dass diese Frauen integriert sind.
Denn es kommt darauf an, was im Kopf ist – nicht, was den Kopf und den Körper bedeckt.
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„Gesicht zeigen!“
„Offene Gesellschaft!“
„Offene Kommunikation!“
Wir Nikabis werden unter Verwendung dieser drei Schlagworte oft aufgefordert, den Nikab abzulegen. Aber was besagen diese Worte wirklich? Worum geht es dabei eigentlich? Geht es tatsächlich darum, das Gesicht nicht zu verhüllen?
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Ein Ritual ist inzwischen bei Diskussionen über Hidschab und Nikab der Verweis auf die Situation der Frauen im Iran und in Afghanistan und den dortigen Zwang zur Verschleierung. Daraus schließen viele, dass Verschleierung immer etwas mit Zwang und Unterdrückung zu tun habe. Um die anderen Schwierigkeiten der Frauen dort geht es eigentlich nie, das scheint gar nicht zu interessieren.
Es ist eine Tatsache, dass die Situation für Frauen und Mädchen in diesen Ländern in höchstem Maße problematisch ist. Und das längst nicht nur im Hinblick auf den Hidschab oder den Nikab.
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Kinderrechtsnationalismus bedeutet, dass nationalistische Kreise den Schutz von Kindern und Jugendlichen für ihre politische, oft islamfeindliche Agenda instrumentalisieren.
Kinderrechtsnationalisten behaupten beispielsweise, der Islam (sie reden gerne vom „politischen Islam“) sei eine Bedrohung für das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen. Besonders im Fokus sind dabei muslimische Kinder und Jugendliche – hauptsächlich Mädchen –, denn diese würden durch den Islam in ihrem Heranwachsen Schaden nehmen. Muslimische Eltern seien schlechte Eltern, denen die Religion wichtiger sei als das Wohl ihrer Kinder. Sie würden die Kinder im Sinne des Islam indoktrinieren, sodass sie nicht frei aufwachsen könnten, sondern die Mädchen etwa zum Kopftuch gezwungen würden.
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Manche Menschen glauben, Frauen, die sich verschleiern, vor allem mit einem Nikab („Vollverschleierung“), seien in einem „Stoffkäfig“ gefangen.
Für mich trifft diese Annahme nicht zu, ich nehme meinen Dschilbab und meinen Nikab weder als „Stoffkäfig“ wahr noch fühle ich mich darin gefangen. Ganz im Gegenteil: Wenn ich in der Öffentlichkeit Dschilbab und Nikab trage, dann fühle ich mich frei. Genauer gesagt: Befreit. Befreit zu einem besseren Leben.
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Im ersten Beitrag über Femonationalismus habe ich diesen allgemein beschrieben.
In diesem zweiten Beitrag geht es um das Thema Hidschab- und Nikabverbote. Denn auch sie sind Teil der femonationalistischen, gegen den Islam gerichteten Strategie.